Training mit dem Weltmeister


Wir haben es geschafft! Am Donnerstag, 26.10.17 war Horst Beer bei uns im TV Jahn zu Gast. Er ist mit seiner Partnerin Weltmeister im Latein-Einzeltanz und in der Kombination geworden und mehrfacher Weltmeister mit seiner Lateinformation von der TSG Bremerhaven. Zur Zeit arbeitet er als Bundestrainer national und international mit den erfolgreichsten Paaren zusammen.

Berührungsängste vor so einer Koryphäe im Tanzsport kamen gar nicht erst auf, denn Horst Beer zeigte sich sehr sympathisch und aufgeschlossen und ging ganz offen mit den Teilnehmern um.

Im Workshop erläuterte er zunächst vier Punkte, die aus einem Tanzpaar ein erfolgreiches Turnierpaar machen. Da wäre erst einmal eine gute Technik in den einzelnen Tänzen und dann eine ansprechende Choreografie, die sowohl zur technischen Ausbildung des Paares, zur getanzten Leistungsklasse und zur Musik passen sollte. Körperliche Fitness ist wichtig, denn die schönste Choreo und gute Technik nützen nichts, wenn sie nicht bis zum Ende des Tanzes ansprechend präsentiert werden können. Und zum Schluss kommt noch die sichtbare Begeisterung beim Tanzen dazu, ein Funke, der auf die Zuschauer und somit auch auf die Wertungsrichter überspringen sollte.

Jedes Jahr gibt der DTV (Deutscher Tanzsportverband) ein Jahresthema vor, dieses Jahr: Connections / Verbindungen. Darum ging es auch im Workshop. Gerade im Lateintanzen kann man oft Paare beobachten, die zwar gleichzeitig die gleichen Figuren tanzen, aber jeder für sich und nicht gemeinsam als Paar.

Zunächst wurden die Verbindungen im eigenen Körper erarbeitet. Die Kontrolle über den eigenen Körper ist die Voraussetzung dafür, in Verbindung mit dem Partner treten zu können, um gemeinsam zu tanzen. Jeder einzelne Teilnehmer durfte mit Horst Beer zusammen tanzen, um bei ihm spüren zu können, wie sich die Verbindung aufbaut und wie man dem Partner zeigt, dass man für die nächste Bewegung bereit ist. Führung im Tanz bedeutet nicht, dass der Herr die Dame über die Fläche zieht. Das Ziel ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, damit eine harmonische Bewegung entstehen kann. Das funktioniert auch bei Figuren, in denen sich der Herr und die Dame nicht berühren.

Dazu kommt noch die Verbindung zur Musik. Beide Partner müssen ihre Bewegung mit der Musik verbinden, damit sie im Takt und im Rhythmus tanzen.

Wir haben viel gelernt, viele neue Erfahrungen gemacht und Anregungen für das künftige Training erhalten. Dabei hatten wir außerdem noch viel Spaß.